Donnerstag, 26. Mai 2016

Nachhaltig vegan - 2nd Liar

Reicht es aus, vegan zu essen? Reicht es aus, vegan zu leben? Reicht es aus, Unternehmen, die Tierversuche in Auftrag geben zu boykottieren? Ist das schon nachhaltig leben? Die Antwort ist ein klares "Nein, aber..."

NEIN, eine vegane Ernährung und Lebensweise reicht nicht aus, um die persönliche "Beihilfe" zu Ausbeutung von Mensch und Umwelt zu verhindern.
Durch eine vegane Ernährung und Lebensweise wird bereits viel tierisches und menschliches Leid vermieden, doch ist dies erst der Anfang. Der Beginn einer nachhaltigen Lebensweise.

Und hier kommt das ABER:
Jeder, der sich vegetarisch, vegan oder auch nur bewusster ernährt, trägt bereits zu einer leidvermeidenden Lebensweise der Menschen bei. Daher bin ich der Meinung, dass jeder Schritt hin zu einer besseren gesünderen Welt, honoriert werden sollte.
Sprüche wie "Wenn du Veganer bist, darfst du aber auch nicht Auto fahren. Das tötet Insekten." sind absolut kontraproduktiv und sinnlos. Weil man das eine (noch) nicht verhindert, soll man das andere gleich sein lassen? Nein! Lasst euch nicht beirren und geht euren Weg, in der für euch richtigen Zeit.

Auch ich war zunächst Vegetarierin, wurde dann Veganerin und befasse mich nun mehr und mehr mit einer nachhaltigeren Lebensweise.
Dazu gehört z.B. der Verzicht auf konventionell hergestelltes Palmöl, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades, Duschen statt Baden und so weiter.

Seit kurzem beschäftige ich mich auch mit nachhaltiger Mode. Zur Zeit ist mein Schrank voll mit Kleidung von H&M, New Yorker und anderen großen (Billig)Marken. Doch langsam aber sicher, soll sich auch dies ändern.
Na klar, als Student ohne eigenes Gehalt ist es nicht ganz leicht, zu 100% auf Fair Fashion umzusteigen, doch Berichte, wie z.B. von n-tv, machen die Notwendigkeit deutlich.

Durch die Youtuberin Andrea Morgenstern, lernte ich, dass faire Mode nicht immer gleich langweilig und beige sein muss, sondern auch bunt und stylisch sein kann. Außerdem könnte ein höherpreisiges Teil fünf Billigteile in eurem Schrank ersetzen.

Ich bin ehrlich. Minimalismus bewundere ich sehr bei anderen Menschen, auch ich bin niemand der Dinge im Überfluss benötigt oder auf teure Marken nicht verzichten könnte, aber ein gewisses Maß an Konsum gehört für mich (derzeit noch) dazu. Mir ist aber wichtig, dass mein Konsum den geringstmöglichen Schaden für Mensch, Tier und Umwelt mit sich bringt. Die führt mich zu nachhaltiger Mode.

Auf Utopia findet ihr viele hilfreiche Links und Berichte zu fairer Mode. Im Avocadostore oder bei Armedangels könnt ihr sie bequem online bestellen.

Auch bei Accessoires, gibt es die Möglichkeit nachhaltiger einzukaufen. Hier möchte ich euch das Label 2nd Liar vorstellen. Sie produzieren "fair und organic". Im Focus stehen vor allem Uhren aus Sandelholz mit einem Erkennungszeichen, dem "Monocleman".

Dank Max von 2nd Liar durften mein Freund und ich uns zwei der Uhren aussuchen, um sie zu testen und unsere ehrliche Meinung mit euch zu teilen.

Uhr von 2nd Liar aus rotem Sandelholz
Ehrlich gesagt, war ich nie ein großer Uhrenträger. Metalluhren sind mir zu kalt und zu schwer, Plastikuhren zu "klebrig" und überhaupt passte keine Uhr so richtig an meinen dünnen Unterarm.
Somit war ich mehr als gespannt auf die Uhr aus Sandelholz. 

Sowohl das Gehäuse als auch das Armband bestehen zu 100% aus Holz (die Schließe ist aus Edelstahl). Hier liegt auch der riesen Unterschied zu herkömmlichen Uhren. Sie ist unglaublich leicht und wiegt nur 45 Gramm. Am Handgelenk spürt man sie kaum. 
Das Holz erscheint sehr atmungsaktiv, denn unter der Uhr schwitzt man nicht. Auch mein Freund, der sonst eine Uhr mit breitem Lederarmband trägt, ist begeistert und empfindet durch das Holz einen sehr viel höheren Tragekomfort.

Uhr von 2nd Liar aus schwarzem Sandelholz




Die Uhren und anderen Produkte werden fair produziert und mit jeder gekauften Uhr oder Sonnenbrille wird in Kooperation mit I plant a tree ein Baum gepflanzt.

Ein super unterstützenswertes Label mit großem Potential. Nachhaltiger Konsum ohne schlechtes Gewissen.

Wie ihr vielleicht merkt, stehe ich noch ganz am Anfang meiner Umstellung hin zu nachhaltigerer Mode. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ihr Tipps und Empfehlungen in den Kommentaren hinterlasst.

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