Dienstag, 11. August 2015

Vegan in Amsterdam

Es war mal wieder soweit! Das Fernweh rief und so ging es kurzerhand von Donnerstag bis Sonntag nach Amsterdam. Was mein Freund und ich dort alles erlebt und vor allem gegessen haben, erfahrt ihr in diesem kleinen Reisebericht:

Um unseren Urlaub besonders günstig zu halten und vor allem auch weil die meisten Hotels ausgebucht oder horrend teuer waren, beschlossen wir ein großes Zelt von Freunden zu leihen und zu campen. Geplant waren drei Übernachtungen auf dem Camping Zeeburg Platz. Dieser Campingplatz ist eher als alternativ zu bezeichnen. In der Rezeption läuft wilde Musik und überall laufen verrückte Typen mit Dreads und bunten Hosen herum. Grundsätzlich genau mein Ding, solange ich nachts zum schlafen komme. Als wir um 10 Uhr morgens dort ankamen, war der Platz jedoch bereits voll belegt und wir mussten auf einen anderen Campingplatz ausweichen. 

Im Nachhinein bin ich sogar froh darüber, denn Gaasper Camping Amsterdam ist absolut empfehlenswert! Wir hatten ausreichend Platz auf der Zeltwiese, saubere Duschen (für 80ct), einen kleinen Supermarkt und vor allem Ruhe in der Nacht. Der Platz liegt außerdem direkt an einem großen Park mit Badesee. In die Innenstadt fuhren wir mit der Metro 15-20 Minuten. So zahlten wir pro Person tatsächlich nur 37€ für 3 Nächte und konnten unser restliches Urlaubsgeld für Aktivitäten und Essen raushauen.

Dann ging es auch schon los. Auf in die wundervolle Innenstadt von Amsterdam. Das Wetter war bombastisch und zeigte die Stadt von ihrer besten Seite. Blauer Himmel, glitzernde Grachten, lustige und vor allem tiefenentspannte Menschen. Schöner, als ich es mir vorgestellt hatte.



Für den süßen Zahn am Nachmittag, kehrten wir im Vegabond , einem kleinen veganen Laden mit Café ein.
Dort gab es eine Kokos-Erdbeer-Milch und einen Apfel-Zimt-Cupcake für mich und eine Curiosity Cola und einen Raw Fig Walnut Brownie für meinen Freund.
Dann habe ich mich noch kurz in dem süßen Laden umgesehen. Dort bekommt ihr echt alles, was das vegane Herz begehrt! Mitgenommen habe ich nur einen Trek Bar.



 
Abends kehrten wir dann noch bei Maoz Falafel ein. Da Maoz eine Kette ist, findet ihr eigentlich überall in Amsterdam eine Filiale in eurer Nähe. Für 4,95€ bekommt ihr ein großes (Vollkorn)Brot, gefüllt mit Eisbergsalat und ca. 6 knusprigen Falafelbällchen. Dazu könnt ihr die Salat- und Saucenbar leerplündern und nach Lust und Laune die Brottasche befüllen und nachfüllen. Es gibt auch einige vegane Saucen, z.B. die Tahinsauce und Tomatensalsa.







Am nächsten Tag begann unsere I Amsterdam City Card und wir "mussten" ein paar Sehenswürdigkeiten abarbeiten. Aber erstmal die angeblich besten Pommes Amsterdams beim Vlaamse Friethuis futtern. Mh, schmeckten wie normale Pommes, aber sättigten. 




 

Nachdem die Schlangen vor dem Van Gogh Museum und dem Anne Frank Haus dann unendlich lang waren, entschieden wir uns kurzerhand noch den Albert Cuyp Market zu besuchen. Dort gibt es neben vielen Kleidungsständen super günstiges Obst und Gemüse und leckere frische Säfte und Smoothies. Ein absolutes Muss für jeden Veganer, der was auf sich hält. Danach genossen wir eine Grachtenfahrt und konnten die vielen tollen Grachten und angrenzenden Häuser vom Wasser aus begutachten. 



Gegen Abend, als uns erneut der Hunger übermannte, wollten wir eigentlich ins vielgelobte Dophert, doch mussten feststellen, dass es bereits um 17:30 sein Tore geschlossen hatte. Schnell bei Happy Cow (App für vegane Highlights in der Umgebung) reingeschaut und De Waaghals gefunden. Dort wechselt das (vegetarische) Menü zweimal im Monat und es gibt immer ein Gericht, das ein bestimmtes Land in den Focus rückt. Vegane und veganisierbare Gerichte sind gekennzeichnet.


Mein Freund entschied sich für ein maroccanisches Linsencurry mit Tempeh-Aprikosen-Burger und ich mich für das afrikanische Gericht, das aus einem würzigen Eintopf aus Süßkartoffel, Aubergine und Pastinake mit Reis und frittierter Banane bestand. Beide Gerichte waren großartig und jeden Cent wert. 

Ihr solltet wissen, dass Restaurants in Amsterdam generell etwas teurer sind, als in Deutschland.

 
Der Samstag begann mit einem Besuch des Tropenmuseums in dem es derzeit eine Body Art Ausstellung gab, die mich interessierte und dem Amsterdam Museum, das die Geschichte der Stadt mehr oder weniger spannend erzählt. Ein bisschen Bildung muss ja auch mal sein. Danach fanden wir uns zufällig auf dem Dappertmarkt wieder, der tatsächlich noch günstiger war, als der Albert Cuyp Market und auch etwas weniger von Touris überlaufen. Dort durfte eine große Schale zuckersüßer Feigen und eine 1 Kilo Box Medjool Datteln für 3€(!!!) mit.

Danach gönnten wir uns noch einen Bagel im Bagels & Beans. Eine weitere Kette in den Niederlanden, die viele verschiedene Bagel anbieten. Wir entschieden uns für den "Veggie Chicken Bagel" mit vegetarischem (und gleichzeitig veganen) Hühnchen von De Vegetarische Slager, was es auch im Supermarkt zu kaufen gibt. Leider war der Bagel nicht sehr gut belegt, das "Hühnchen" sehr weich und wenig gewürzt und mit fast 7€ auch wirklich teuer. Sucht euch lieber einen anderen Bagel aus.
Wir beendeten den Tag mit der Heineken Experience und lernten alles übers Bier brauen. Auf meine Nachfrage hin, ob das Bier mit Gelatine geklärt sei, wurde mir gesagt, dass sie spezielle Steine zum klären verwenden. Da werde ich nochmal genau recherchieren.




Am Sonntag versuchten wir nun zum bereits sechsten Mal unser Glück am Anne Frank Haus. Heute ging die Menschenschlang um die ganze gegenüberliegende Kirche herum und die Wartezeit sollte Minimum 3 Stunden betragen. Ich hab für sowas überhaupt keine Ruhe und so entschieden wir uns, lieber noch in den Vondelpark zu gehen und dort ein paar leckere Sachen zu verspeisen. Also ab zu Albert Heijn und Smoothie, Falafel Warp, Sandwich und veganes Sushi eingepackt. Der Park war sehr schön und gepflegt. Leider konnten wir nicht alles erkunden, da es am Nachmittag schon wieder Richtung Heimat gehen sollte.




Doch vorher musste ich mich noch ausgiebig mit veganen Specials aus dem Albert Heijn eindecken. Die Auswahl an veganen und vegetarischen Fleischalternativen ist schier unendlich, doch eine klare Kennzeichnung fehlt und so verbrachte ich einige Zeit mit dem berühmten "Inhaltsstoffe-Lesen". 


Schließlich entschied ich mich für einen Joghurt Drink, einen Joghurt und eine Pflanzenmilch von Alpro, welche ich allesamt nicht aus Deutschland kannte, Teriyaki Sücke von der Albert Heijn Eigenmarke, einen Skinny Tropical Saft und eine vegane Schoko-Haselnuss-Creme, die fast ausschließlich aus Zucker besteht.

Mein Freund nahm sich vegetarische HotDog Würstchen und Käseschnitzel mit. Außerdem gabs als kleinen Snack Kokosnuss mit Mango-Dip (echtes Verpackungsverbrechen, aber dran vorbeigehen war nicht drin).

Riesen Auswahl im Albert Heijn

So ging eine wunderbare Zeit in Amsterdam zu Ende und wir fuhren am IJmeer entlang zurück nach Hamburg. Mein Fazit ist durchweg positiv. Amsterdam hat so viel mehr zu bieten, als Gras und Hash (auch wenn beides allgegenwärtig erscheint). Bringt viel Zeit und gutes Schuhwerk mit. Genießt das Flair und lasst es auf euch wirken. Dann werdet ihr mir bestimmt zustimmen, wenn ich sage: Ich möchte zurück nach Amsterdam!


Zu guter Letzt noch ein paar hilfreiche Links für euren Amsterdam-Trip:

Auf dieser Seite sind alle veganen Hotspots aufgelistet: http://www.vegan-amsterdam.com/

Bei der lieben Kira von reallylovevegan findet ihr einen tollen Reisebericht: http://reallylovevegan.blogspot.de/2014/06/vegan-in-amsterdam.html

Und auch Linda die "V"eltenbummlerin hat einiges zu erzählen: http://veltenbummler.blogspot.de/2012/04/aaaaaaah-amsterdam.html

Es gibt außerdem ein schönes "Follow me around (FMA)" von Rawberryvegan: https://www.youtube.com/watch?v=WQdPqudr2jk 

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