Montag, 29. Juni 2015

Proteinpulvertest - Vegan


Wie ihr vielleicht schon auf Instagram mitbekommen habt, durfte ich einige vegane Proteinpulver testen. Nun möchte ich endlich ausführlich berichten.

Vorab möchte ich betonen, dass Proteinpulver lediglich als Nahrungsergänzung dienen und keine ausgewogene Ernährung oder gar eine ganze Mahlzeit ersetzen können. Ich nutze sie vor allem an Trainingtagen, um meinen Muskeln einen extra Proteinpush zu gönnen. Ihr könnt euren Proteinbedarf auch ausschließlich über die Nahrung decken. Insbesondere bieten sich Linsen, Bohnen und Pseudogetreide, wie Amaranth oder Quinoa, dafür an. Sie enthalten einen hohen Eiweißanteil, liefern zusätzliche Power aus komplexen Kohlenhydraten und versorgen euch mit Vitaminen. Auch grünes Gemüse wie Brokkoli oder Spinat sind nicht zu verachten.

Dennoch kann ein Proteinpulver eine super Ergänzung - besonders für Kraftsportler - sein. Bekannt sind vor allem Whey- und Caseinprotein. Doch immer mehr Menschen entwickeln eine Unverträglichkeit, reagieren empfindlich oder ernähren sich schlicht vegan. Der Markt reagiert langsam darauf und bietet vegane Alternativen. Einige davon möchte ich euch heute vorstellen. Dabei soll es sich vorrangig um einen Geschmackstest handeln. Auf die biologische Wertigkeit bzw. das Aminosäurespektrum der Proteine werde ich jeweils nur kurz eingehen. Diesbezüglich bin ich (noch) keine Expertin und möchte euch nicht falsch beraten.

Auch mit Kakao kein Genuss
 Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich mir das "Vegan Blend" Protein (17€/kg) von MyProtein bestellt. Es ist ein Mix aus Erbsen-, Reis- und Hanfprotein. Geschmacklich überzeugt es mich nicht. Es ist staubig, riecht wie Zement und schmeckt sandig. Mit anderen Worten: Nase zu und durch - Mehr aber auch nicht. Ich bin froh, es aufgebraucht zu haben. Auch wenn der Preis günstig erscheint, gibt es doch beschmackhaftere ssere Alternativen. Dennoch ist es als Blend, also Mischung mehrerer verschiedener Proteinquellen, eins der besten Proteine im Test, da es ein ausgewogenes Aminosäurespektrum liefert. Wem dies sehr viel wichtiger ist, als der Geschmack, kann hierauf als preiswerte Alternative zurückgreifen.





Bulk Powders Package


Mein nächstes Testprodukt ist ein reines Isolat und besteht damit nur aus einer Proteinquelle: Erbsenprotein Isolat (12€/kg) von Bulk Powders. Zunächst war ich sehr skeptisch, hatte ich doch von vielen veganen Bodybuildern zu hören bekommen, dass man die Erbse immer herausschmecken würde. Allerdings wirbt Bulk Powders mit dem "geschmackneutralsten Erbsenprotein auf dem Markt" und weckte so meine Neugier. Nachdem auch Sunny Knows die Vorteile von Erbsenprotein in einem ihrer YouTube Videos versicherte, war ich schon vor dem ersten Test absolut überzeugt. 





Shake mit Erbsenprotein, Banane und Hafermilch




Und siehe da Bulk Powders versprechen nicht zu viel. Das Protein löst sich wunderbar auf und gibt dem Shake eine schöne Konsistenz. Es staubt und schäumt zwar etwas, doch der Erbsengeschmack hält sich tatsächlich weit im Hintergrund. Ob mit Hafermilch, Banane und Kakao als Shake oder im Porridge, das Erbsenprotein passt aufgrund seiner Neutralität in viele Gerichte.







Nuss-Nougat-Protein-Shake


Auch das Reisprotein von Bulk Powders überzeugt. Es ist wenig sandig, geschmacksneutral und setzt eurer Kreativität keine Grenzen. Ich trinke es sehr gern im Shake mit einer Banane, 1 TL Kakao, 10-20g Haselnüsse und Hafer-/ oder Reismilch. So habt ihr bereits ein tolles Frühstück oder den perfekten Shake nach dem Training zum Auffüllen der Glykogenspeicher und zum Nähren der Muskeln mit Eiweiß. Insbesondere die Mischung von Erbsen- und Reisprotein hat es mir angetan. So verbessert ihr nochmal das Aminosäurenspektrum und erhaltet so euren persönlichen "Blend".






Ein weiteres veganes Protein, dass ich für euch getestet habe, ist das Vegan Superfood Protein von Protero in Rohkostqualität. Mit 48€ je Kilogramm ist es auch das Kostenintensivste. Es besteht aus den pflanzlichen Eiweißquellen Erbsen, Reis, Quinoa, Hanf und Chia und ist somit wieder ein "Blend", wie das Vegan Blend von MyProtein (s.o.). Es liefert einen 80%igen Proteingehalt und ist nur mit Stevia gesüßt. Von allen getesteten Proteinen, löst sich dieses am besten in Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Es riecht leicht nach Pfirsich und schäumt verstärkt. Im Mund ist es angenehm und hinterlässt keinen sandigen Geschmack. Selbst mit Wasser kann man es problemlos genießen. Das junge Unternehmen Protero verkauft neben diesem genialen Protein auch sogenannte Superfoods. Auf der Website findet ihr außerdem eine Reihe toller, gesunder Rezepte und Inspirationen zur Verwendung der Produkte. Ein Besuch lohnt sich also.




Mein letzter Kandidat im veganen Proteinpulvertest ist das BeGreen Reisprotein in Natural, Cocoa und Vanilla Cream (43€/kg). Es ist ein Protein in Rohkostqualität, das aus bio-fermentiertem und gekeimten braunen Vollkornreis gewonnen wird. Auch dieses Protein enthält ein ausgewogenes Verhältnis von essentiellen Aminosäuren (EAA) und verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA). Zudem schmeckt es einfach super. Obwohl es ein Reisprotein ist, schmeckt es kaum sandig und löst sich sehr gut. Ich würde den speziellen Reisgeschmack in diesem Fall sogar als angenehm bezeichnen. Mit diesem Protein habe ich am meisten experimentiert. Seht selbst:






Sehr gut lässt es sich im Shake mit einer Banane und etwas Hafermilch genießen.



Nicht so gut gefallen hat es mir dagegen im Porridge. Hier schmeckte mir zumindest die Version mit Vanille zu künstlich heraus.



In Pancakes lässt es sich hervorragend verarbeiten. Die Pancakes bekommen eine schöne kompakte Konsistenz und schmecken wie immer. Einfach einen Teil des Mehls durch das Protein ersetzen.



Am besten gefallen hat mir das Reisprotein in der Geschmacksrichtung Cocoa. Insbesondere als Schoko-Bananeneis war es ein echter Genuss. Friert bereits geschnittene Bananen über Nacht ein, mixt oder püriert sie dann mit dem Protein und zusätzlich 1 TL Kakaopulver und genießt die cleane Geschmacksexplosion.




FAZIT:

Sowohl Bulk Powders und Protero, als auch BeGreen konnten mit ihren veganen Proteinpulvern geschmacklich überzeugen. Allein MyProtein ist mit dem Vegan Blend ist in diesem Punkt absolut durchgefallen. Allerdings ist es auf diesem Preisniveau das günstigste "Blend" und somit auch das werthaltigste Protein, das ihr euren Muskeln zufügen könnt. Dennoch werde ich lieber auf meine eigene Mischung aus Erbsen- und Reisprotein zurückgreifen, denn die Shakes sind für mich nur eine Ergänzung im Alltag. Grundsätzlich ernähre ich mich vielfältig und ausgewogen vegan und baue am Tag viele unterschiedliche pflanzliche Proteinquellen ein, die mich mit den acht essentiellen Aminosäuren versorgen. Somit setze ich lieber auf Geschmack, als auf die höchstmögliche Wertigkeit.

Ihr seht, es gibt genug vegane Alternativen, die nicht nur hochwertiges pflanzliches Eiweiß liefern, sondern auch noch erträglich bis sehr gut schmecken. Von günstig bis hochpreisig. Geschmacksneutral oder aromatisiert. Erbse, Reis oder eine Mischung. Da ist für jeden etwas dabei.



Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick über vegane Alternativen für Proteinpulver näher bringen. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, lasst gern Kommentare da oder schreibt mir bei Instagram (@laraundead)

Vielen Dank an Bulk Powders, BeGreen und Protero für die Möglichkeit, eure veganen Proteinpulver testen und vorstellen zu dürfen. Ihr bereichert mit euren Produkten nicht nur den allgemeinen Markt, sondern erleichtert auch das sportliche Leben vieler Veganer, die endlich eine echte Alternative zu Whey und Casein finden können.

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1 Kommentar:

  1. Danke für den Test. Meinst wir sollten unsere hochwertigen (teuren) Proteinquellen wie Chia- und Quinoaprotein aus dem Blend herausnehmen? Hätt ja auch gern das "werthaltigste" Protein ;-)

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