Donnerstag, 26. Mai 2016

Nachhaltig vegan - 2nd Liar

Reicht es aus, vegan zu essen? Reicht es aus, vegan zu leben? Reicht es aus, Unternehmen, die Tierversuche in Auftrag geben zu boykottieren? Ist das schon nachhaltig leben? Die Antwort ist ein klares "Nein, aber..."

NEIN, eine vegane Ernährung und Lebensweise reicht nicht aus, um die persönliche "Beihilfe" zu Ausbeutung von Mensch und Umwelt zu verhindern.
Durch eine vegane Ernährung und Lebensweise wird bereits viel tierisches und menschliches Leid vermieden, doch ist dies erst der Anfang. Der Beginn einer nachhaltigen Lebensweise.

Und hier kommt das ABER:
Jeder, der sich vegetarisch, vegan oder auch nur bewusster ernährt, trägt bereits zu einer leidvermeidenden Lebensweise der Menschen bei. Daher bin ich der Meinung, dass jeder Schritt hin zu einer besseren gesünderen Welt, honoriert werden sollte.
Sprüche wie "Wenn du Veganer bist, darfst du aber auch nicht Auto fahren. Das tötet Insekten." sind absolut kontraproduktiv und sinnlos. Weil man das eine (noch) nicht verhindert, soll man das andere gleich sein lassen? Nein! Lasst euch nicht beirren und geht euren Weg, in der für euch richtigen Zeit.

Auch ich war zunächst Vegetarierin, wurde dann Veganerin und befasse mich nun mehr und mehr mit einer nachhaltigeren Lebensweise.
Dazu gehört z.B. der Verzicht auf konventionell hergestelltes Palmöl, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades, Duschen statt Baden und so weiter.

Seit kurzem beschäftige ich mich auch mit nachhaltiger Mode. Zur Zeit ist mein Schrank voll mit Kleidung von H&M, New Yorker und anderen großen (Billig)Marken. Doch langsam aber sicher, soll sich auch dies ändern.
Na klar, als Student ohne eigenes Gehalt ist es nicht ganz leicht, zu 100% auf Fair Fashion umzusteigen, doch Berichte, wie z.B. von n-tv, machen die Notwendigkeit deutlich.

Durch die Youtuberin Andrea Morgenstern, lernte ich, dass faire Mode nicht immer gleich langweilig und beige sein muss, sondern auch bunt und stylisch sein kann. Außerdem könnte ein höherpreisiges Teil fünf Billigteile in eurem Schrank ersetzen.

Ich bin ehrlich. Minimalismus bewundere ich sehr bei anderen Menschen, auch ich bin niemand der Dinge im Überfluss benötigt oder auf teure Marken nicht verzichten könnte, aber ein gewisses Maß an Konsum gehört für mich (derzeit noch) dazu. Mir ist aber wichtig, dass mein Konsum den geringstmöglichen Schaden für Mensch, Tier und Umwelt mit sich bringt. Die führt mich zu nachhaltiger Mode.

Auf Utopia findet ihr viele hilfreiche Links und Berichte zu fairer Mode. Im Avocadostore oder bei Armedangels könnt ihr sie bequem online bestellen.

Auch bei Accessoires, gibt es die Möglichkeit nachhaltiger einzukaufen. Hier möchte ich euch das Label 2nd Liar vorstellen. Sie produzieren "fair und organic". Im Focus stehen vor allem Uhren aus Sandelholz mit einem Erkennungszeichen, dem "Monocleman".

Dank Max von 2nd Liar durften mein Freund und ich uns zwei der Uhren aussuchen, um sie zu testen und unsere ehrliche Meinung mit euch zu teilen.

Uhr von 2nd Liar aus rotem Sandelholz
Ehrlich gesagt, war ich nie ein großer Uhrenträger. Metalluhren sind mir zu kalt und zu schwer, Plastikuhren zu "klebrig" und überhaupt passte keine Uhr so richtig an meinen dünnen Unterarm.
Somit war ich mehr als gespannt auf die Uhr aus Sandelholz. 

Sowohl das Gehäuse als auch das Armband bestehen zu 100% aus Holz (die Schließe ist aus Edelstahl). Hier liegt auch der riesen Unterschied zu herkömmlichen Uhren. Sie ist unglaublich leicht und wiegt nur 45 Gramm. Am Handgelenk spürt man sie kaum. 
Das Holz erscheint sehr atmungsaktiv, denn unter der Uhr schwitzt man nicht. Auch mein Freund, der sonst eine Uhr mit breitem Lederarmband trägt, ist begeistert und empfindet durch das Holz einen sehr viel höheren Tragekomfort.

Uhr von 2nd Liar aus schwarzem Sandelholz




Die Uhren und anderen Produkte werden fair produziert und mit jeder gekauften Uhr oder Sonnenbrille wird in Kooperation mit I plant a tree ein Baum gepflanzt.

Ein super unterstützenswertes Label mit großem Potential. Nachhaltiger Konsum ohne schlechtes Gewissen.

Wie ihr vielleicht merkt, stehe ich noch ganz am Anfang meiner Umstellung hin zu nachhaltigerer Mode. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ihr Tipps und Empfehlungen in den Kommentaren hinterlasst.

Samstag, 19. Dezember 2015

Veganer Proteintest 2.0

Seit meinem letzten Proteintest ist schon einige Zeit vergangen. Es kamen seitdem immer mehr Produkte auf den Markt und meine Hoffnung stieg, dass sich geschmacklich und qualitativ noch einiges tut in der veganen Fitnessszene.

Daher wünsche ich euch nun viel Spaß mit der zweiten Runde des Proteinpulvertests:


Kleine Vorauswahl

Nutri + Shape & Shake Vegan
Da ich in diesem Test viele grundverschiedene Pülverchen testen werde, fange ich mit dem Pulver, das den höchsten Proteingehalt aufweist, an: Es handelt sich um das nutri+ Shape & Shake Vegan Protein in der Sorte Haselnuss. Es handelt sich um eine Mischung aus Soja-, Weizen- und Erbsenprotein und ist somit für Soja- und Weizenallergiker ungeeignet. Allerdings gibt es von nutri + nun auch ein glutenfreies Protein ohne Weizen. Der Proteingehalt ist mit 83% für eine aromatisierte Sorte extrem hoch. Gesüßt wird es durch Cyclamat, Saccharin und Sucralose. Darüber bin ich persönlich sehr froh, denn sowohl auf Aspartam als auch auf Stevia verzichte ich gern. Stevia ist zwar als pflanzliches Süßungsmittel immer zu bevorzugen, doch benutze ich es lieber sparsam, da der bittere Geschmack mich schnell stört. Und damit sind wir auch schon beim wichtigsten Punkt meines Tests: Der Geschmack. Und der ist bei diesem Produkt einfach grandios. Wer schonmal einen Whey-Shake getrunken hat und dann auf veganes Protein umsteigen möchte weiß, wovon ich spreche, wenn ich behaupte, dass es eine Qual ist. Auch, wenn ich nur dreimal in meinem Leben einen Whey-Shake getrunken habe, war ich doch über die sandige Konsistenz der veganen Pülverchen immer wieder erschrocken. Ganz anders hier. Das nurti + Protein löst sich wunderbar auf, ist cremig, süß und einfach nur super lecker. In der Sorte "Haselnuss" schmeckt es wie damals der Monte Pudding von Zott. Auch im Frühstücksbrei macht es sich super. Highlight ist wohl, dass es wirklich eine riesen Auswahl an Geschmacksrichtungen gibt, z.B. Cappuccino oder weiße Schokolade. Um nicht allzu viel Weizen und Soja zu mir zu nehmen, mische ich das Protein gern mit einem anderen geschmacksneutralem Protein.




Grünes Hanfprotein
Kommen wir nun zum Vegan Blend von MyProtein. Diesmal in der Sorte "Cremige Schokolade". Es hat einen Proteingehalt von 72% und enthält außerdem aufgrund des Kakaopulvers 5,7% Fett. Nach meiner extremen Pleite mit dem "geschmacksneutralen" Vegan Blend, habe ich mir nicht viel erhofft und hatte eher geringe Erwartungen. Doch diese konnten glücklicherweise erfüllt und sogar leicht übertroffen werden. Die schokoladige Sorte ist feiner und löst sich besser. Sie riecht nicht nach Zement und ich kann es in Wasser und Pflanzenmilch, ohne mir die Nase zuhalten zu müssen, trinken. Na, das ist doch mal was. Mit "cremig" hat die Konsistenz leider nicht viel am Hut. Außerdem ist das Schokoaroma  leicht künstlich und die Süßung sehr stark. In veganen Bodybuildingkreisen (Quelle: Facebook) wird das Protein dennoch wegen seiner hohen biologischen Wertigkeit hoch gelobt und gern genommen. Da es sich um ein "Blend", also eine Mischung aus verschiedenen Proteinen (Erbse, brauner Reis und Hanf) handelt, werden alle Aminosäuren super abgedeckt. Wer biologische Wertigkeit vor den Geschmack stellt und außerdem ein bezahlbares Produkt (z.Zt. 12€/kg) sucht, ist mit dem Vegan Blend "Cremige Schokolade" also gut beraten.



Joghurt mit Hanfprotein
Wer es etwas natürlicher mag, sollte ein gutes Hanfprotein in Betracht ziehen. Zum Beispiel von der Veganz Eigenmarke. Es hat Rohkostqualität (wurde also nicht über 42°C erhitzt) und enthält 50% Protein und nur 11% Fett (im Gegensatz dazu haben Hanfsamen 50% Fett). Pur in Pflanzenmilch schmeckt es nussig, kernig und lässt sich super trinken. Das Besondere an Hanfprotein ist, dass es, obwohl es rein pflanzlich ist, alle essentiellen Aminosäuren enthält und auch das Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis mit 1:3 sehr ausgewogen ist. Definitiv ein Protein, das ich öfter in meinen Alltag einbauen werde.



Zu guter Letzt, kam ich noch in den Genuss der PurYa Vegan Protein Drinks. PurYa ist ein von Britta und Timo Lehnert gegründetes junges und innovatives Unternehmen aus Hamburg, das sich durch einen hohen Qualitätsanspruch und echtem Interesse an der Gesundheit der Kunden auszeichnet. Alle Produkte sind in Bio-Qualität, vegan und wenn möglich roh verarbeitet. Und das schmeckt man auch. Neben puren Proteinpulvern, bieten sie gekeimte Samen und "Greens" an. Ganz besonders haben mich jedoch den "Vegan Protein Drinks" interessiert. Sie enthalten 32-38% Protein, 6-10% Fett und 29-43% Kohlenhydrate und sind damit mehr als ein normaler Proteinshake. Vielmehr kann man sie als kleine Zwischenmahlzeit, nach dem Training oder als Zusatz im Müsli oder Smoothie verwenden. Auch hier wurde ein Mix aus verschiedenen Proteinen - nämlich Hanf-, Kürbis-, und Sonnenblumenprotein - verwendet. Statt kalorienfreier (und damit unnatürlicher) Süßungsmittel erhalten sie durch Kokosblütenzucker und Agavenpulver eine natürliche angenehme Süße. Es gibt sie in drei verrückten Sorten:

PurYa Vegan Protein Drink
Kakao-Carob kommt leicht herb daher. Ich finde es perfekt, um es noch selbst mit etwas Ahornsirup und einer tollen Pflanzenmilch (z.B. Mandel- oder Haselnussmilch) abzurunden. Erhitzt mit Milch und etwas extra Kakaopulver entsteht übrigens eine leckere heißt Schokolade. Dieser Drink lässt dir die Freiheit, die man sich bei vielen aromatisierten Proteinshakes wünscht.
Rote Banane-Baobab dagegen macht keine Kompromisse. Die Banane sticht klar und deutlich heraus. Es ist sehr viel süßer und macht sich toll in Pancakes oder Waffeln.
Vanille-Erdbeere riecht und schmeckt wie Ed von Schleck (wer kennt´s noch?) - nämlich wie ein süßes Vanille-Eis. Fans davon kommen also voll auf ihre Kosten. Ich persönlich bin kein so großer Vanille-Fan, aber fand es trotzdem lecker.
Beim ersten Geschmackstest fielen mir kleine knackige Stückchen auf, die mich kurz störten. Aber dann fand ich heraus, dass alle drei Drinks gekeimte Leinsamen und gekeimten Quinoa enthalten und war beruhigt und habe mich daran gewöhnt.

Wenn ihr mich fragt, welche der drei Sorten ich empfehlen würde, wäre die Wahl nicht leicht. Kakao-Carob ist wohl am besten für den täglichen Gebrauch geeignet, da es sehr vielfältig einsetzbar ist. Wer, wie ich, jeden Tag, zu jeder Zeit, Bananen essen könnte, dem sei zu Rote Banane-Baobab geraten.

Mit einem Preis 25€ je 550g ist es auch das teuerste Protein im Test. Doch bin ich überzeugt, dass die Qualität und das Unternehmen an sich absolut jeden Cent wert ist. Ich werde es definitiv nachkaufen. Ihr findet die Produkte bei Denn´sAlles-Vegetarisch und  beim Veganz.



Ich hoffe, mein kleiner Test zu den neusten Proteinpulvern konnte euch bei eurer Wahl weiterhelfen. Falls ihr wissen wollt, wie ich die Proteine lecker verarbeite, schaut doch auch auf meinem Instagram-Account vorbei: @laraundead

Erzählt mir in den Kommentaren gern, welches vegane Protein ihr bevorzugt und ob ihr schon den "heiligen Gral" gefunden habt.

Sonntag, 22. November 2015

Deftiger Wirsingauflauf

Heute gibt es ein Rezept für einen deftigen Wirsingauflauf inspiriert durch Jérôme Eckmeiers pikanten Wirsingauflauf, der einfach perfekt in die kalte Jahreszeit passt und alle Wirsingfans begeistern wird:

Für 4 Portionen

Was ihr benötigt

1 kg Wirsing
2 Zwiebeln
500g Kartoffeln
500g Möhren
EL Olivenöl
500ml Gemüsebrühe oder Wasser
100g getrocknete Pflaumen
1 Prise Zucker
1 Prise gemahlener Zimt
1 Prise Muskatnuss
Salz, Pfeffer
100g Cashewkerne
3 EL Hefeflocken
150g Sojajoghurt (natur, ungesüßt)
200ml Wasser

So wird´s gemacht:
Zunächst die Cashewkerne für 1-3 Stunden in Wasser einweichen.
Den Wirsing vom harten Strunk befreien, waschen und in Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Die Kartoffeln und die Möhren schälen und in 1cm breite Stücke bzw. Scheiben schneiden.

In einem ausreichend großen Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Bei Bedarf schon Wasser bzw. Brühe hinzugeben. Den Wirsing dazugeben und kurz mit anbraten. Kartoffeln, Möhren und Pflaumen hinzufügen und weitere 3 Minuten mitbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, Deckel auflegen und das Ganze 45 Minuten kochen lassen. Anschließend mit Zucker, Zimt, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Topfinhalt in eine große Auflaufform füllen. Die Cashewkerne abgießen mit 200 ml Wasser, den Hefeflocken und dem Sojajoghurt mit dem Pürierstab oder Standmixer mixen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mischung auf dem Gemüse gleichmäßig verteilen und den Auflauf im Ofen 15-20 Minuten goldbraun überbacken.


      Dazu passen ein paar Scheiben angebratener Tempeh. Lasst es euch schmecken.

Leider passt nur der halbe Auflauf in meiner Form

Auflauf mit Tempeh


Donnerstag, 17. September 2015

10 Tipps für bessere Haut nach Absetzen der Pille

Heute gebe ich euch ein kleines Update zum Absetzen der Antibabypille.

Es ist nun 10 Monate her, dass ich die Pille abgesetzt und mich für die Gynefix entschieden habe. Einen ausführlichen Bericht dazu findet ihr HIER. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Doch heute möchte ich noch kein zusammenfassendes Review geben, sondern vor allem auf die Hautprobleme nach dem Absetzen eingehen. Ein echtes Review kommt dann im November.

Die Pickel kamen schon nach einem Monat ohne die Pille mit voller Wucht. Kleine an der Stirn, große am Kinn und richtig fiese an den Wangen. Mein ganzes Gesicht tat weh und ich saß schon morgens mit einem Kühlpack im Bett, um etwas Linderung zu finden. Endlich nach 10 Monaten wird es ganz langsam aber sicher besser. Daher folgen nun meine 10 Tipps für bessere Haut nach dem Absetzen der Pille:

1. Geduld, Geduld und nochmals Geduld

Der erste und wichtigste Punkt lautet: Geduld. Ihr habt euren Körper (zum Teil jahrelang) mit künstlichen Hormonen belastet. Nun bekommt ihr die Quittung. Die Haut ist euer größtes Organ und oft auch Spiegelbild eures Gemüts- und Körperzustands. Sie versucht Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Die verrückt spielenden Hormone bzw. der erhöhte Testosteronspiegel sorgen für eine erhöhte Talgproduktion und verursachen Entzündungen. All das wird sich legen, sobald die Hormone sich eingependelt haben und du wieder einen geregelten Zyklus hast. Maximal sollte dies eine Dauer von 12 Monaten in Anspruch nehmen, in Einzelfällen kann es auch mal länger dauern. Also habt Geduld und gebt eurem Körper die Zeit, die er benötigt. Ihr könnt ihn dabei unterstützen:

2. Ernährung

Zum Beispiel mit einer sauberen Ernährung. Das bedeutet für mich neben der veganen Ernährung auf unverarbeitete Lebensmittel zu setzen. Viel Obst und Gemüse. Gern roh. Verzichtet weitestgehend auf Zucker, Weißmehl und raffinierte Fette (Öle). 
Achtet dabei darauf, alle Makro- und Mikronährstoffe in ausreichenden Mengen aufzunehmen. Komplexe Kohlenhydrate (Reis, Karoffeln, Haferflocken), gute Fette (Lein-, Chiasamen, Nüsse, Avocados) und pflanzliches Protein (Hülsenfrüchte, Grünzeug). Vor allem grünes Gemüse sollte nicht zu kurz kommen.
Außerdem wäre es super, wenn ihr möglichen Unverträglichkeiten auf den Grund geht und ggfs. auf jeweilige Nahrungsmittel verzichtet. Ich z.B. vertrage Weizen nicht sehr gut und verzichte schon seit mehreren Monaten fast vollständig darauf. 

3. Mentale Stärke

Ja Pickel sind scheiße! Da gibt´s nichts zu sagen. ABER das Leben geht weiter. Verschanzt euch nicht in euren Zimmern, nur weil ihr denkt, dass ihr grauenhaft ausseht. Leider gelang auch mir es nicht immer, die Pickel zu ignorieren. Auch ich saß des öfteren Zuhause und sagte Verabredungen ab, weil ich mich nicht gesellschaftsfähig fühlte. Allerdings muss ich klar sagen, dass man selbst die Pickel mehr sieht, als alle anderen. Eure Freunde und Familie lieben euch, weil ihr seid, wie ihr seid und nicht wegen eures Aussehens. Alle anderen können euch sowieso egal sein ;-) Es kann auch helfen, sich mit anderen auszutauschen. Sprecht über eure Sorgen, ob mit Angehörigen oder völlig Fremden im Internet ist dabei zunächst zweitrangig. Bleibt stark.

4. Finger weg!

Eines meiner wichtigsten Erkenntnisse in dieser Zeit war, dass man dringend die Finger von den Pickeln lassen sollte. Leider kam die Erkenntnis sehr spät (aber besser spät, als nie), sodass ich nun zahlreiche Narben zurückbehalten habe. Drückt nicht im Gesicht herum und falls ihr doch mal "rumfummeln" müsst, wascht eure Hände gut, benutzt Kosmetiktücher und desinfiziert die betroffenen Stellen davor und danach. Aber am besten lasst ihr es ganz sein.

5. Sauberkeit

Damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Sauberkeit. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, mein Gesicht nach der Reinigung mit Kosmetiktüchern abzutupfen, statt ein Handtuch zu benutzen (Ja das ist umwelttechnisch bedenklich, aber für einen begrenzten Zeitraum wohl vertretbar). Solltet ihr ein Handtuch für euer Gesicht verwenden, werft es nach maximal zwei Tagen in die Wäsche. In feuchten, warmen Handtücher fühlen sich Bakterien nämlich besonders wohl. Auch euren Kopfkissenbezug solltet ihr nach zwei Nächten wechseln (bzw. das Kissen umdrehen und dann nach vier Nächten waschen). Bedenkt, dass ihr ca. 8 Stunden die Nacht darauf verbringt und euer Gesicht darauf hin- und herwischt.

6. Apfelessig

Apfelessig ist ein echter Alleskönner. Nicht nur im Salat super, sondern auch im Gesicht. Unverdünnt könnt ihr es wie eine Art Desinfektionsmittel punktuell benutzen. Mit Wasser verdünnt eignet es sich auch als Gesichtswasser. Achtung die Säure trägt die oberste, dünne Hautschicht ab und kann auf offenen Stellen sehr brennen. Ihr könnt außerdem täglich einen Esslöffel voll davon zu euch nehmen und damit eure Verdauung unterstützen. HIER gibts´s noch einen schönen Blogeintrag dazu.

7. Sanfte Reinigung

Ein sehr schwieriges Thema, besonders für uns Veganer, ist die Reinigung. Vegan und tierversuchsfrei soll es sein. Dabei sanft, aber trotzdem effektiv. Ich habe mich durch viele, viele Produktreihen gekämpft. Balea, Alterra, Alverde, Schaebens... Nichts hat den gewünschten Effekt gebracht. Durch Jess Vegan Lifestyle bin ich auf die Avène Cleanance Serie aufmerksam geworden. Fast alle Produkte sind vegan und im ersten Statement, sah es bzgl. Tierversuchen gut aus. Leider wurde dies schnell geschmälert, aber lest selbst im verlinkten Artikel von Jess nach. Dennoch kaufte ich  das Reinigungsgel, eine Feuchtigkeitscreme und die Triacneal Expert Creme gegen Pickelmale. Insbesondere letzteres hat mich zu 100% überzeugt. Es glättet die Haupt und lässt Pickelmale schnell verblassen. Als 100% tierversuchsfreie Alternative würde ich euch empfehlen, die sanftesten Alternativen eurer bevorzugten Marke auszuprobieren. Je sanfter, desto besser. Zum Beispiel etwas von Alverde oder die sehr beliebte Reinigungslotion von Martina Gebhardt. Bei der allabendlichen Reinigung benutze ich nur lauwarmes Wasser und spüle mein Gesicht danach mit viel eiskaltem Wasser ab. Das schließt die Poren und regt die Durchblutung an.

8. Sport

Sport fördert die Durchblutung und somit auch die Zellerneuerung. Sport baut Adrenalin ab, kann den Blutdruck senken, macht euer Herz fit. Sport ist meiner Meinung nach ein absolutes Muss für einen gesunden Lebensstil. Dabei spreche ich nicht zwingend von Kraft- oder Ausdauersport. Ich spreche von Bewegung, ins Schwitzen kommen, Herzklopfen. Dabei kann jeder seinen eigenen Vorlieben fröhnen. Ob wandern, radfahren, spazierengehen oder Gewichte stemmen im Fitnessstudio. Wichtig ist, dass es euch Spaß macht und ihr das Gefühl habt, dass ihr eurem Körper etwas Gutes tut. Ganz nebenbei stärkt Sport auch euer Selbstbewusstsein. Achtet darauf, dass ihr am besten ungeschminkt sportelt. So können eure Poren atmen und Unreinheiten werden durch den Schweiß einfach herausgespült. Ich weiß, dass es sehr schwer ist, mit fiesen Pickeln ungeschminkt aus dem Haus zu gehen, aber gerade das ungeschminkte Schwitzen hat meine Haut nochmal extrem verbessert. In die Sauna gehen ist übrigens auch super.

9. Heilerde

Zusätzlich könnt ihr ein- bis zweimal in der Woche eine Maske mit Heilerde machen. Ihr könnt auch Kamillentee und/ oder Teebaumöl mit hineingeben. Die reinigt die Haut und entzieht überschüssiges Fett. Bei trockener Haut solltet ihr danach eine Feuchtigkeitspflege auftragen.

10. Darmreinigung

Informiert euch außerdem über eine Darmreinigung. Im Darm steckt unser Immunsystem.  Viele von uns haben schon Antibiotika genommen oder auch viel zu wenig Ballaststoffe gegessen und so ihren Darm geschädigt. Ein gesunder Darm kann Nährstoffe besser aufnehmen und verdauen. Auch die Haupt profitiert davon. Ein super Video findet ihr auf dem YouTube Kanal von Semper Veganis.

Ich hoffe diese Tipps helfen euch ein wenig weiter!

Hier mal ein Vorher-Nachher-Vergleich:

Vor dem Absetzen                                Nach 7 Monaten ohne die Pille                                    Heute

Bitte informiert euch BEVOR ihr die Pille nehmt über die zahlreichen Nebenwirkungen UND Nachwirkungen. Lasst euch nicht von eurem Freund oder sonst jemandem bequatschen, sondern entscheidet das allein. Nur ihr seid für euren Körper verantwortlich. Geht auch über das Beratungsgespräch beim Frauenarzt hinaus. Denn meiner Erfahrung nach, haben viele Frauenärzte leider noch immer keine Ahnung von Alternativen zur Pille und verschreiben sie mehr als vorschnell.


Weitere Tipps gegen Pickel findet ihr auch hier:

Von Semper Veganis: https://www.youtube.com/watch?v=tlU7v7d3iVQ
Von Jess Vegan Lifestyle: https://www.youtube.com/watch?v=AIF2KYDkI50

Dienstag, 11. August 2015

Vegan in Amsterdam

Es war mal wieder soweit! Das Fernweh rief und so ging es kurzerhand von Donnerstag bis Sonntag nach Amsterdam. Was mein Freund und ich dort alles erlebt und vor allem gegessen haben, erfahrt ihr in diesem kleinen Reisebericht:

Um unseren Urlaub besonders günstig zu halten und vor allem auch weil die meisten Hotels ausgebucht oder horrend teuer waren, beschlossen wir ein großes Zelt von Freunden zu leihen und zu campen. Geplant waren drei Übernachtungen auf dem Camping Zeeburg Platz. Dieser Campingplatz ist eher als alternativ zu bezeichnen. In der Rezeption läuft wilde Musik und überall laufen verrückte Typen mit Dreads und bunten Hosen herum. Grundsätzlich genau mein Ding, solange ich nachts zum schlafen komme. Als wir um 10 Uhr morgens dort ankamen, war der Platz jedoch bereits voll belegt und wir mussten auf einen anderen Campingplatz ausweichen. 

Im Nachhinein bin ich sogar froh darüber, denn Gaasper Camping Amsterdam ist absolut empfehlenswert! Wir hatten ausreichend Platz auf der Zeltwiese, saubere Duschen (für 80ct), einen kleinen Supermarkt und vor allem Ruhe in der Nacht. Der Platz liegt außerdem direkt an einem großen Park mit Badesee. In die Innenstadt fuhren wir mit der Metro 15-20 Minuten. So zahlten wir pro Person tatsächlich nur 37€ für 3 Nächte und konnten unser restliches Urlaubsgeld für Aktivitäten und Essen raushauen.

Dann ging es auch schon los. Auf in die wundervolle Innenstadt von Amsterdam. Das Wetter war bombastisch und zeigte die Stadt von ihrer besten Seite. Blauer Himmel, glitzernde Grachten, lustige und vor allem tiefenentspannte Menschen. Schöner, als ich es mir vorgestellt hatte.



Für den süßen Zahn am Nachmittag, kehrten wir im Vegabond , einem kleinen veganen Laden mit Café ein.
Dort gab es eine Kokos-Erdbeer-Milch und einen Apfel-Zimt-Cupcake für mich und eine Curiosity Cola und einen Raw Fig Walnut Brownie für meinen Freund.
Dann habe ich mich noch kurz in dem süßen Laden umgesehen. Dort bekommt ihr echt alles, was das vegane Herz begehrt! Mitgenommen habe ich nur einen Trek Bar.



 
Abends kehrten wir dann noch bei Maoz Falafel ein. Da Maoz eine Kette ist, findet ihr eigentlich überall in Amsterdam eine Filiale in eurer Nähe. Für 4,95€ bekommt ihr ein großes (Vollkorn)Brot, gefüllt mit Eisbergsalat und ca. 6 knusprigen Falafelbällchen. Dazu könnt ihr die Salat- und Saucenbar leerplündern und nach Lust und Laune die Brottasche befüllen und nachfüllen. Es gibt auch einige vegane Saucen, z.B. die Tahinsauce und Tomatensalsa.







Am nächsten Tag begann unsere I Amsterdam City Card und wir "mussten" ein paar Sehenswürdigkeiten abarbeiten. Aber erstmal die angeblich besten Pommes Amsterdams beim Vlaamse Friethuis futtern. Mh, schmeckten wie normale Pommes, aber sättigten. 




 

Nachdem die Schlangen vor dem Van Gogh Museum und dem Anne Frank Haus dann unendlich lang waren, entschieden wir uns kurzerhand noch den Albert Cuyp Market zu besuchen. Dort gibt es neben vielen Kleidungsständen super günstiges Obst und Gemüse und leckere frische Säfte und Smoothies. Ein absolutes Muss für jeden Veganer, der was auf sich hält. Danach genossen wir eine Grachtenfahrt und konnten die vielen tollen Grachten und angrenzenden Häuser vom Wasser aus begutachten. 



Gegen Abend, als uns erneut der Hunger übermannte, wollten wir eigentlich ins vielgelobte Dophert, doch mussten feststellen, dass es bereits um 17:30 sein Tore geschlossen hatte. Schnell bei Happy Cow (App für vegane Highlights in der Umgebung) reingeschaut und De Waaghals gefunden. Dort wechselt das (vegetarische) Menü zweimal im Monat und es gibt immer ein Gericht, das ein bestimmtes Land in den Focus rückt. Vegane und veganisierbare Gerichte sind gekennzeichnet.


Mein Freund entschied sich für ein maroccanisches Linsencurry mit Tempeh-Aprikosen-Burger und ich mich für das afrikanische Gericht, das aus einem würzigen Eintopf aus Süßkartoffel, Aubergine und Pastinake mit Reis und frittierter Banane bestand. Beide Gerichte waren großartig und jeden Cent wert. 

Ihr solltet wissen, dass Restaurants in Amsterdam generell etwas teurer sind, als in Deutschland.

 
Der Samstag begann mit einem Besuch des Tropenmuseums in dem es derzeit eine Body Art Ausstellung gab, die mich interessierte und dem Amsterdam Museum, das die Geschichte der Stadt mehr oder weniger spannend erzählt. Ein bisschen Bildung muss ja auch mal sein. Danach fanden wir uns zufällig auf dem Dappertmarkt wieder, der tatsächlich noch günstiger war, als der Albert Cuyp Market und auch etwas weniger von Touris überlaufen. Dort durfte eine große Schale zuckersüßer Feigen und eine 1 Kilo Box Medjool Datteln für 3€(!!!) mit.

Danach gönnten wir uns noch einen Bagel im Bagels & Beans. Eine weitere Kette in den Niederlanden, die viele verschiedene Bagel anbieten. Wir entschieden uns für den "Veggie Chicken Bagel" mit vegetarischem (und gleichzeitig veganen) Hühnchen von De Vegetarische Slager, was es auch im Supermarkt zu kaufen gibt. Leider war der Bagel nicht sehr gut belegt, das "Hühnchen" sehr weich und wenig gewürzt und mit fast 7€ auch wirklich teuer. Sucht euch lieber einen anderen Bagel aus.
Wir beendeten den Tag mit der Heineken Experience und lernten alles übers Bier brauen. Auf meine Nachfrage hin, ob das Bier mit Gelatine geklärt sei, wurde mir gesagt, dass sie spezielle Steine zum klären verwenden. Da werde ich nochmal genau recherchieren.




Am Sonntag versuchten wir nun zum bereits sechsten Mal unser Glück am Anne Frank Haus. Heute ging die Menschenschlang um die ganze gegenüberliegende Kirche herum und die Wartezeit sollte Minimum 3 Stunden betragen. Ich hab für sowas überhaupt keine Ruhe und so entschieden wir uns, lieber noch in den Vondelpark zu gehen und dort ein paar leckere Sachen zu verspeisen. Also ab zu Albert Heijn und Smoothie, Falafel Warp, Sandwich und veganes Sushi eingepackt. Der Park war sehr schön und gepflegt. Leider konnten wir nicht alles erkunden, da es am Nachmittag schon wieder Richtung Heimat gehen sollte.




Doch vorher musste ich mich noch ausgiebig mit veganen Specials aus dem Albert Heijn eindecken. Die Auswahl an veganen und vegetarischen Fleischalternativen ist schier unendlich, doch eine klare Kennzeichnung fehlt und so verbrachte ich einige Zeit mit dem berühmten "Inhaltsstoffe-Lesen". 


Schließlich entschied ich mich für einen Joghurt Drink, einen Joghurt und eine Pflanzenmilch von Alpro, welche ich allesamt nicht aus Deutschland kannte, Teriyaki Sücke von der Albert Heijn Eigenmarke, einen Skinny Tropical Saft und eine vegane Schoko-Haselnuss-Creme, die fast ausschließlich aus Zucker besteht.

Mein Freund nahm sich vegetarische HotDog Würstchen und Käseschnitzel mit. Außerdem gabs als kleinen Snack Kokosnuss mit Mango-Dip (echtes Verpackungsverbrechen, aber dran vorbeigehen war nicht drin).

Riesen Auswahl im Albert Heijn

So ging eine wunderbare Zeit in Amsterdam zu Ende und wir fuhren am IJmeer entlang zurück nach Hamburg. Mein Fazit ist durchweg positiv. Amsterdam hat so viel mehr zu bieten, als Gras und Hash (auch wenn beides allgegenwärtig erscheint). Bringt viel Zeit und gutes Schuhwerk mit. Genießt das Flair und lasst es auf euch wirken. Dann werdet ihr mir bestimmt zustimmen, wenn ich sage: Ich möchte zurück nach Amsterdam!


Zu guter Letzt noch ein paar hilfreiche Links für euren Amsterdam-Trip:

Auf dieser Seite sind alle veganen Hotspots aufgelistet: http://www.vegan-amsterdam.com/

Bei der lieben Kira von reallylovevegan findet ihr einen tollen Reisebericht: http://reallylovevegan.blogspot.de/2014/06/vegan-in-amsterdam.html

Und auch Linda die "V"eltenbummlerin hat einiges zu erzählen: http://veltenbummler.blogspot.de/2012/04/aaaaaaah-amsterdam.html

Es gibt außerdem ein schönes "Follow me around (FMA)" von Rawberryvegan: https://www.youtube.com/watch?v=WQdPqudr2jk 

Montag, 3. August 2015

5cups and some sugar - Ein besonderer Eistee für heiße Tage

Heute habe ich einen sommerlichen und erfrischenden Tipp für euch:

Die lieben Girls and Boys von 5cups haben sich für den Sommer etwas super geniales ausgedacht. Sie machen leckeren Eistee aus ganz normalen Tees und haben dafür extra ein paar tolle Produkte und vor allem Tees kreiert.




Neben Gläsern, Papierstrohhalmen und Karaffen, gibt es eine spezielle Eisteekaraffe, in der ihr den Tee aufbrühen könnt und ihn dann ganz easy durch ein integriertes Teesieb in eure mit Eis gefüllten Gläser oder eine andere Karaffe laufen lasst. Dazu gibt es tatsächlich auch eine Videoanleitung:




Das tolle an den Tees von 5cups ist, dass sie nicht nur aus hübschen großen Stücken und ganzen Kräutern bestehen, anstatt in minderwertigen Teebeuteln zu Staub zermahlen eingesperrt zu sein, sondern, dass sie von Hand gemischt werden und jeder ganz nach seinem Geschmack eine eigene Sorte kreieren und benennen kann. 

Viele Zutaten sind bereits bio-zertifiziert und es wird sich darum bemüht noch weitere Zutaten nachhaltig zu produzieren. All dies ist sehr transparent auf der Website einsehbar.

Hinzu kommt, dass 5cups nicht einfach nur auf der Kommerzwelle der gesunden Ernährung mitschwimmen möchten, sondern aktiv etwas bewegen. Patrick, einer der Gründer von 5cups, ist zum Beispiel das Gesicht der Kampagne Ich mach mich selbständig, die das Ziel verfolgt, die Kreativität und das Potenzial junger Leute zu wecken und sie für die Gründung ihres eigenen Unternehmens zu begeistern. Weitere Glücklichmacher findet ihr HIER!


Macht euch oder euren Liebsten eine Freunde mit einem ganz besonderen Tee. Eine tolle Abwechslung oder Ergänzung zu Blumen, Schokolade oder Geldgeschenken.

Was natürlich besonders zählt, ist der Geschmack. Daher durfte ich bereits die Sorten Baroness von Apfeltau und Orangenblühchen Wiesentanz testen.






Ersterer besteht aus Apfel*, Hagebutte*, Zitronenverbene*, Hibiskus*, und grüner Minze* (*bio). Als Eistee schmeckt er fruchtig, mild und ganz leicht bitter. Ich bin ehrlich mit euch: 100% mein Ding ist es nicht. Aber das liegt an der Hagebutte. Mich erinnert das immer an die Tees, die es in Jugendherbergen gab. Natürlich schmeckt dieser Tee noch um Längen besser, aber Hagebutte bleibt Jugendherberge.









Der andere Tee, der ebenso speziell in die Rubrik Eistee fällt, besteht vor allem aus grünem Tee (China Sencha)*. Hinzu kommt Mate*, Minze*, Orangenschalen*, Südseefrüchte, Ringelblumen-blüten*, Kamillenblüten*, Kardamon* und Orangenaroma (*bio). Der hohe Anteil an grünem Tee verrät schon, dass es ein sehr anregender Tee ist, der zum tanzen einläd. Er schmeckt herb, spritzig und fühlt sich auf der Zunge an, wie ein trockener Wein. Mit einem Schuss Orangensaft und einem Spritzer Agavendicksaft, ist er eine angenehme Erfrischung an heißen Sommertagen. Eine sehr gelungene Mischung, vor allem für Fortgeschrittene, was grünen Tee anbelangt.



Ich finde das Unternehmen 5cups absolut unterstützenswert. Idee, Umsetzung und Leistung - Alles passt. Auch Verpackungsjunkies bekommen hier einiges geboten. Ein Fest für alle Sinne sozusagen. Wenn ich mal wieder ein besonderes, persönliches und kreatives Geschenk suche, werde ich mit Sicherheit an 5cups denken. Vielen Dank 5cups und weiter so!


PS: Ich wurde für diesen Artikel nicht bezahlt. Lediglich das "Eistee-Paket" wurde mir zur Verfügung gestellt. Ihr lest hier immer meine ehrliche Meinung! :-)


Montag, 29. Juni 2015

Proteinpulvertest - Vegan


Wie ihr vielleicht schon auf Instagram mitbekommen habt, durfte ich einige vegane Proteinpulver testen. Nun möchte ich endlich ausführlich berichten.

Vorab möchte ich betonen, dass Proteinpulver lediglich als Nahrungsergänzung dienen und keine ausgewogene Ernährung oder gar eine ganze Mahlzeit ersetzen können. Ich nutze sie vor allem an Trainingtagen, um meinen Muskeln einen extra Proteinpush zu gönnen. Ihr könnt euren Proteinbedarf auch ausschließlich über die Nahrung decken. Insbesondere bieten sich Linsen, Bohnen und Pseudogetreide, wie Amaranth oder Quinoa, dafür an. Sie enthalten einen hohen Eiweißanteil, liefern zusätzliche Power aus komplexen Kohlenhydraten und versorgen euch mit Vitaminen. Auch grünes Gemüse wie Brokkoli oder Spinat sind nicht zu verachten.

Dennoch kann ein Proteinpulver eine super Ergänzung - besonders für Kraftsportler - sein. Bekannt sind vor allem Whey- und Caseinprotein. Doch immer mehr Menschen entwickeln eine Unverträglichkeit, reagieren empfindlich oder ernähren sich schlicht vegan. Der Markt reagiert langsam darauf und bietet vegane Alternativen. Einige davon möchte ich euch heute vorstellen. Dabei soll es sich vorrangig um einen Geschmackstest handeln. Auf die biologische Wertigkeit bzw. das Aminosäurespektrum der Proteine werde ich jeweils nur kurz eingehen. Diesbezüglich bin ich (noch) keine Expertin und möchte euch nicht falsch beraten.

Auch mit Kakao kein Genuss
 Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich mir das "Vegan Blend" Protein (17€/kg) von MyProtein bestellt. Es ist ein Mix aus Erbsen-, Reis- und Hanfprotein. Geschmacklich überzeugt es mich nicht. Es ist staubig, riecht wie Zement und schmeckt sandig. Mit anderen Worten: Nase zu und durch - Mehr aber auch nicht. Ich bin froh, es aufgebraucht zu haben. Auch wenn der Preis günstig erscheint, gibt es doch beschmackhaftere ssere Alternativen. Dennoch ist es als Blend, also Mischung mehrerer verschiedener Proteinquellen, eins der besten Proteine im Test, da es ein ausgewogenes Aminosäurespektrum liefert. Wem dies sehr viel wichtiger ist, als der Geschmack, kann hierauf als preiswerte Alternative zurückgreifen.





Bulk Powders Package


Mein nächstes Testprodukt ist ein reines Isolat und besteht damit nur aus einer Proteinquelle: Erbsenprotein Isolat (12€/kg) von Bulk Powders. Zunächst war ich sehr skeptisch, hatte ich doch von vielen veganen Bodybuildern zu hören bekommen, dass man die Erbse immer herausschmecken würde. Allerdings wirbt Bulk Powders mit dem "geschmackneutralsten Erbsenprotein auf dem Markt" und weckte so meine Neugier. Nachdem auch Sunny Knows die Vorteile von Erbsenprotein in einem ihrer YouTube Videos versicherte, war ich schon vor dem ersten Test absolut überzeugt. 





Shake mit Erbsenprotein, Banane und Hafermilch




Und siehe da Bulk Powders versprechen nicht zu viel. Das Protein löst sich wunderbar auf und gibt dem Shake eine schöne Konsistenz. Es staubt und schäumt zwar etwas, doch der Erbsengeschmack hält sich tatsächlich weit im Hintergrund. Ob mit Hafermilch, Banane und Kakao als Shake oder im Porridge, das Erbsenprotein passt aufgrund seiner Neutralität in viele Gerichte.







Nuss-Nougat-Protein-Shake


Auch das Reisprotein von Bulk Powders überzeugt. Es ist wenig sandig, geschmacksneutral und setzt eurer Kreativität keine Grenzen. Ich trinke es sehr gern im Shake mit einer Banane, 1 TL Kakao, 10-20g Haselnüsse und Hafer-/ oder Reismilch. So habt ihr bereits ein tolles Frühstück oder den perfekten Shake nach dem Training zum Auffüllen der Glykogenspeicher und zum Nähren der Muskeln mit Eiweiß. Insbesondere die Mischung von Erbsen- und Reisprotein hat es mir angetan. So verbessert ihr nochmal das Aminosäurenspektrum und erhaltet so euren persönlichen "Blend".






Ein weiteres veganes Protein, dass ich für euch getestet habe, ist das Vegan Superfood Protein von Protero in Rohkostqualität. Mit 48€ je Kilogramm ist es auch das Kostenintensivste. Es besteht aus den pflanzlichen Eiweißquellen Erbsen, Reis, Quinoa, Hanf und Chia und ist somit wieder ein "Blend", wie das Vegan Blend von MyProtein (s.o.). Es liefert einen 80%igen Proteingehalt und ist nur mit Stevia gesüßt. Von allen getesteten Proteinen, löst sich dieses am besten in Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Es riecht leicht nach Pfirsich und schäumt verstärkt. Im Mund ist es angenehm und hinterlässt keinen sandigen Geschmack. Selbst mit Wasser kann man es problemlos genießen. Das junge Unternehmen Protero verkauft neben diesem genialen Protein auch sogenannte Superfoods. Auf der Website findet ihr außerdem eine Reihe toller, gesunder Rezepte und Inspirationen zur Verwendung der Produkte. Ein Besuch lohnt sich also.




Mein letzter Kandidat im veganen Proteinpulvertest ist das BeGreen Reisprotein in Natural, Cocoa und Vanilla Cream (43€/kg). Es ist ein Protein in Rohkostqualität, das aus bio-fermentiertem und gekeimten braunen Vollkornreis gewonnen wird. Auch dieses Protein enthält ein ausgewogenes Verhältnis von essentiellen Aminosäuren (EAA) und verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA). Zudem schmeckt es einfach super. Obwohl es ein Reisprotein ist, schmeckt es kaum sandig und löst sich sehr gut. Ich würde den speziellen Reisgeschmack in diesem Fall sogar als angenehm bezeichnen. Mit diesem Protein habe ich am meisten experimentiert. Seht selbst:






Sehr gut lässt es sich im Shake mit einer Banane und etwas Hafermilch genießen.



Nicht so gut gefallen hat es mir dagegen im Porridge. Hier schmeckte mir zumindest die Version mit Vanille zu künstlich heraus.



In Pancakes lässt es sich hervorragend verarbeiten. Die Pancakes bekommen eine schöne kompakte Konsistenz und schmecken wie immer. Einfach einen Teil des Mehls durch das Protein ersetzen.



Am besten gefallen hat mir das Reisprotein in der Geschmacksrichtung Cocoa. Insbesondere als Schoko-Bananeneis war es ein echter Genuss. Friert bereits geschnittene Bananen über Nacht ein, mixt oder püriert sie dann mit dem Protein und zusätzlich 1 TL Kakaopulver und genießt die cleane Geschmacksexplosion.




FAZIT:

Sowohl Bulk Powders und Protero, als auch BeGreen konnten mit ihren veganen Proteinpulvern geschmacklich überzeugen. Allein MyProtein ist mit dem Vegan Blend ist in diesem Punkt absolut durchgefallen. Allerdings ist es auf diesem Preisniveau das günstigste "Blend" und somit auch das werthaltigste Protein, das ihr euren Muskeln zufügen könnt. Dennoch werde ich lieber auf meine eigene Mischung aus Erbsen- und Reisprotein zurückgreifen, denn die Shakes sind für mich nur eine Ergänzung im Alltag. Grundsätzlich ernähre ich mich vielfältig und ausgewogen vegan und baue am Tag viele unterschiedliche pflanzliche Proteinquellen ein, die mich mit den acht essentiellen Aminosäuren versorgen. Somit setze ich lieber auf Geschmack, als auf die höchstmögliche Wertigkeit.

Ihr seht, es gibt genug vegane Alternativen, die nicht nur hochwertiges pflanzliches Eiweiß liefern, sondern auch noch erträglich bis sehr gut schmecken. Von günstig bis hochpreisig. Geschmacksneutral oder aromatisiert. Erbse, Reis oder eine Mischung. Da ist für jeden etwas dabei.



Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick über vegane Alternativen für Proteinpulver näher bringen. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, lasst gern Kommentare da oder schreibt mir bei Instagram (@laraundead)

Vielen Dank an Bulk Powders, BeGreen und Protero für die Möglichkeit, eure veganen Proteinpulver testen und vorstellen zu dürfen. Ihr bereichert mit euren Produkten nicht nur den allgemeinen Markt, sondern erleichtert auch das sportliche Leben vieler Veganer, die endlich eine echte Alternative zu Whey und Casein finden können.

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